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EINZELFALL?

Als Einzelfälle bezeichnen wir einzelne Menschen oder Gruppen die Opfer von Menschenrechtsverletzungen geworden sind oder in Gefahr schweben diese zu erleiden. Durch Unterschriftenaktionen, Petitionen, Briefaktionen, Infoveranstaltungen und andere Aktionen veruschen wir dem betroffenen Menschen zu helfen bzw. seine Situation zu verbessern. Meist bereiten wir Briefe vor, welche dann mit unseren Forderungen an die Verantwortlichen verschickt werden. Die Masse der Briefe - es arbeiten oft noch andere Amnesty-Gruppen weltweit für einen Einzelfall- hat einem betroffenen Menschen in der Vergangenheit schon mehrmals zu einer Verbesserung seiner Situation verholfen.


TEODORA DEL CARMEN VÁSQUEZ

ABSCHAFFUNG DES ABTREIBUNGSVERBOTS IN EL SALVADOR


|Teodora del Carmen Vasquez

Die Waiblinger Amnestygruppe setzt sich seit kurzer Zeit im Rahmen eines "Einzelfalls" für die 35 jährige TEODORA DEL CARMEN VÁSQUEZ aus El Salvador ein. Frau Vasquez sitzt seit 2007 im Gefängnis. Sie wurde des Mordes beschuldigt und zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil sie im 9. Monat eine Fehlgeburt erlitt. Wir fordern ihre sofortige und bedingungslose Freilassung! El Salvador hat eines der strengsten Abtreibungsverbote der Welt. So ist eine Abtreibung in JEDEM Fall verboten und wird mit Haftstrafen bis zu 50 Jahren geahndet. Hunderte Mädchen und Frauen, die unfreiwillig schwanger wurden, oder deren Föten lebensunfähig sind, werden durch dieses Verbot zu Täterinnen. Viele starben an den Folgen! Hintergrundinformationen zum Thema gibt es hier.


© Amnesty International
Im Juni 2017 findet im Parlament von El Salvador eine Debatte über eine Reform dieses absoluten Abtreibungsverbotes statt. Seit langer Zeit setzten sich hierzu verschiedene Amnestygruppen ein. Auch Sie können sich durch ein Appellschreiben an die Politiker für eine Abschaffung dieser Gesetzte einsetzten. Die Onlinepetition finden Sie hier.

Update 19.Juni 2017: Das Gericht hat dem Antrag des Rechtsanwalts für eine Wiederaufnahme des Verfahrens u.a. mit neuen Beweisen zugestimmt. Dies erhöht Frau Vasquez' Chancen auf eine Freilassung.

Update November 2017: Am 8. Dezember 2017 findet das Berufungsverfahren im Fall von Teodora del Carmen Vásquez am Tribunal Segundo de Sentencia in San Salvador statt. Sie war im Jahr 2008 zu 30 Jahren Haft verurteilt worden, weil das Gericht der Auffassung war, sie habe ihr neugeborenes Kind getötet. Beweismaterial, das für eine Totgeburt des Kindes sprach, war nicht berücksichtigt worden.

Amnesty International hat einen Offenen Brief an die Behörden El Salvadors entworfen, um Gerechtigkeit für Teodora und die anderen Frauen in ähnlicher Lage zu fordern. Amnesty International wendet sich grundsätzlich immer an Regierungen und Parlamente, nicht an Gerichte selbst. Der Offene Brief soll mit der Angabe der Zahl der Unterschriften in wichtigen salvadorianischen Zeitungen veröffentlicht werden, um damit auch die Bemühungen der salvadorianischen Frauenorganisationen zu unterstützen, die sich für die Frauen in Haft einsetzen.

Den Brief können Sie HIER herunterladen, unterzeichnen und bitte bis spätestens 4.12.2017 an die El Salvador Gruppe ( Adresse im Brief ) schicken.

Damit Teodora an Weihnachten wieder zuhause bei ihrer Familie sein kann.

Aktueller Stand: Das Gericht hat einem Berufungsverfahren NICHT zugestimmt. Dies ist ein Schlag für viele von den Urteilen betroffene Frauen!!!

Wir werden über weitere Aktionen zu theodora berichten!










Friedensgemeinde San Jose de Apartado



Die Friedensgemeinde von San Jose de Apartado ist Symbol der Hoffnung und für einen friedlichen Weg jenseits der Gewalt in Kolumbien. Doch sie wird immer wieder angefeindet. Ein besonders grausamer Akt des Staatsterrors ist das Massaker von Februar 2005: Acht Menschen aus der Friedensgemeinde wurden ermordet, darunter zwei Kinder. Das Massaker wurde von der Armee und den Paramilitärs verübt. Seit ihrer Gründung 1997 hat die Gemeinschaft über 560 Menschenrechtsverletzungen zu beklagen. Doch die Gemeinde gibt nicht auf. MIt internationaler Huilfe und Begleitung halten die Menschen in San Jose an ihrem Weg der Neutralität und Gewaltfreiheit fest. Amnesty setzt sich für ein Ende der militärischen Übergriffe ein und fordert, dass den angezeigten Menschenrechtverletzungen nachgegangen wird.

Link zur Homepage der Friedensgemeine (Spanisch)










"CHOCOLATE DE PAZ" ist eine 2016 gedrehte Dokumentation über die kolumbianische Friedensgemeinde San Jose de Apartado, für die sich AI-WN seit langer Zeit einsetzt Chocolate de Paz beschreibt die Erfahrungen der Friedensgemeinde, die sich nicht am Konflikt beteiligen will. Er durchläuft dafür den Prozess von Anbau und Produktion von Bio-Schokolade mit Beginn der Aussaat der Kakaopflanze bis zur Verarbeitung. Kakao ist der Erzählfaden, der uns Geschichten von Gewalt und Widerstandskraft in einer Gemeinde näher bringt, die versucht, neutral gegenüber allen Gewaltakteuren des Konfliktes zu bleiben. Der Film bietet einen Ausblick der Hoffnung und belegt, dass es mit großen Schwierigkeiten möglich ist, über menschliche Beziehungen und lokalen Handel Frieden von unten aufzubauen. Mehr zu diesem Film gibt es hier







Oktober 2016

Friedensnobelpreis für Präsident Santos

Foto: Getty Images 2016

Waiblinger Kreiszeitung 15.10.16









Aber: "Nach wie vor gehören Menschenrechtsverstöße zum Alltag vieler Kolumbianerinnen und Kolumbianer und haben gerade für marginale gesellschaftliche Gruppen gravierende Folgen. Besonders indigene, afrokolumbianische und kleinbäuerliche Gemeinden sowie diejenigen, die wie Gemeindesprecherinnen und -sprecher, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sowie Landrechtsaktivistinnen und -aktivisten Menschenrechte verteidigen, sind von solchen Übergriffen überdurchschnittlich oft betroffen. Nur wenn es in enger Abstimmung mit denjenigen Gruppen umgesetzt wird, die jahrzehntelang dem blutigen Konflikt in Kolumbien am stärksten ausgesetzt waren, kann ein Friedensabkommen wirklich langfristige Wirkung entfalten", fordert Salil Shetty, internationaler Generalsekretär von Amnesty International.




HIER die Postkarte an den kolumbianischen Staatsanwalt downloaden und abschicken

HIER das Apellschreiben an den kolumbianischen Präsidenten downloaden und ausdrucken






Infostand mit den Namen der Opfer auf Steinen und Mitgliedern von AI-WN





ABUZAR AL AMIN

UPDATE: Abuzar ist frei Der Journalist und Herausgeber einer verbotenen wurde am 15. Mai 2010 verhaftet und wegen „Untergrabung der Verfassung“ angeklagt. Nach 14 Monaten Haft, in denen wir etliche Briefe und Petitionen an verschiedene Regierungsbehörden geschickt und seine bedingungslose Freilassung gefordert haben, kam Abuzar Al-Amin nun auf Kaution frei. Wir fordern aber weiter, dass die Anklage gegen ihn fallen gelassen wird, da jederzeit eine erneute Inhaftierung drohen kann.


Fünf Jahre Haft für leise Kritik an den sudanesischen Parlamentswahlen und Schließung der ganzen Zeitung.
Der betroffene Journalist und stellvertretende Chefredakteur der Zeitung Rai Al Shaab heißt Abuzar Al Amin. Er wurde im Mai 2010 von sudanesischen Sicherheitsdienst festgenommen und schwer gefoltert. Der Sicherheitsdienst des Sudans kann jede Art von Menschenrechtsverletzung verüben, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden. Gegen den Präsidenten von Sudan Al Bashir besteht ein internationaler Haftbefehl, ebenfalls wegen gravierender Menschenrechtsverletzungen.Trotz der schwierigen Lage werden im Sudan von Zeit zu Zeit Menschen freigelassen weil das Land auch sehr stark von Hilfslieferungen, insbesondere der europäischen Länder, abhängig ist.Mit vorerst einem Schreiben an den Präsidenten, den Justizminister und einer Petitionliste an den Menschenrechtsbeauftragten der Regierung versuchen wir die sofortige Freilassung von Abuzar Al Amin und die Wiederzulassung der Zeitung zu erreichen.

BRIEFVORSCHLAG an PRESIDENTEN

BRIEFVORSCHLAG an JUSTIZMINISTER

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